In den letzten Jahren erfreut sich die FUE-Methode(follicular units extraction) immer größerer Beliebtheit. Diese Methode beruht auf Entnahme einzelner Haarfollikel, die mikrokleine unsichtbare Narben an der Entnahme stelle hinterlässt. Bei dieser Transplantationsmethode werden alle nötigen Haarstrukturen samt für den Haarwachstum verantwortlichen Stammzellen.
Indikationen
Meistens wird die MUE-Methode bei jungen Patienten, die die Schnittnarbe an der Entnahmestelle vermeiden wollen, eingesetzt. Dadurch wird ein kurzer Haarschnitt möglich. Oft wir die FUE-Methode bei kleinen Korrektureingriffen (Geheimratsecken, Augenbrauen, Schnurrbart) und Narbenkorrekturen (möglich ist auch eine Korrektur der beim Einsatz von traditioneller Haartransplantationsmethode entstandenen Narben) verwendet. Die FUE-Methode finden ihre Verwendung bei Personen mit wenig elastischer Kopfhaut und Personen mit Neigung zu breiten Narben. Auch bei Korrekturen von größeren kahlen Stellen kann die FUE-Methode eingesetzt werden, in diesen Fällen muss man aber mit mehreren Eingriffen rechnen.
Diese Methode wird am liebsten bei Personen mit dunklen und graden Haaren angewendet. Haare an der Entnahmestellen sollen dicht sein. Bei der FUE-Methode können die Haare nicht nur aus der Kopfhaut, sondern auch aus anderen Stellen (Bart oder Brustkorb) entnommen werden.
Transplantatenentnahme mittels der FUE-Methode aus dem Bart
Vorbereitung für einem transplantationseingriff
Ähnlich wie bei dem Transplantationseingriff mittels der traditionellen Methode sollten alle Patienten die angeordneten Untersuchungen durchführen lassen. In den letzten 2 Wochen vor dem Eingriff sollten weder Aspirin noch Medikamente mit Azetylsalizylsäure eingenommen werden. In den letzten 2 Monaten vor einem Verdichtungseingriff soll mindestens ein mal Täglich das Präparat Loxon 5 (Regaine 5%) angewendet werden. Am Vortag der OP soll man auf starken Kaffe und Alkohol verzichten. Es nicht nötig vor dem Eingriff die Haare länger waches zu lassen. Zur Klinik soll eine Baseballmütze mitgenommen werden (Nehmen sie keine enge Wollmütze mit). Während des Beratungsgesprächs kann Ihnen der Atzt individuelle Anweisungen geben.
Eingriff
Die Haartransplantation mittels der FUE-Methode wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Der Eingriffsablauf wird den Patienten während des Beratungsgesprächs mitgeteilt. Vor dem Eingriff werden vom Arzt der Entnahmebereich und die Einsatzstelle bestimmt. Zu Dokumentationszwecken werden auch Fotos von den beiden Bereichen gemacht. In manchen Fällen wird die Haardichte des Patienten mit einem Mikroskopen – Trichoscan bestimmt.
Team entnimmt die Haare mittels der FUE-Methode
Die Entnahmestelle wird rasiert, um die Transplantate präzise entnehmen zu können. Während der Entnahme liegt der Patient auf dem Bauch. Dieser Schritt ist sehr Zeitaufwendig und kann von 2-4 Stunden dauern. (Fot.1.) Der Arzt und sein Team entnimmt mit einem speziellen Gerät die einzelnen Haarbalgen (Fot.2).
Die Transplantatenentnahme mittels der FUE-Methode erfordert enorme Präzision
Es gibt Fälle, wo die Transplantation mittels der FUE-Methode wegen spezifischer Beschaffenheit nicht möglich ist. In diesen Fällen kann die Transplantation mit der klassischen Methode durchgeführt werden. Der Methodenwechsel wird ausschließlich mit Einwilligung des Patienten vorgenommen.
Die entnommenen Transplantate werden in mikroskopisch kleine Einschnitten eingesetzt. Seit mehreren Jahren wird in der Klinika Kolasiński wird zur Platzierung der Transplantate das sehr effiziente four „hands stick and place“-Verfahren verwendet. Bei einem Eingriff werden meistens 600-1000 Haarfollikel transplantiert. Eine Behandlung kann aus 2 oder sogar 3 Eingriffen, die im Abstand von 2-3 Tagen durchgeführt werden können, bestehen. So können bis 3000 Transplantate innerhalb einer Woche transplantiert werden. Nach dem Eingriff bleibt der Kopf frei vom Verband. Der Arzt kann einen verband für den ersten Tag nach dem Eingriff verordnen. Die meisten Patienten können die Klinik direkt nach dem Eingriff verlassen. In begründeten Fällen bleibt der Patient einen Tag in der Klinik.
Nach dem eingriff
Die Erholungszeit ist sehr kurz. Der Entnahmebereich verheilt meistens innerhalb von 1-2 Wochen. Die dort wachende Haare erleichtern, die winzigen Narben zu verstecken. Nach dem Eingriff mittels der FUE-Methoden kann man die Haare sehr kurz tragen, ohne zu befürchten, dass jemand Spuren des Eingriffs sehen würde.
Die Einsatzstelle verheilt auch sehr schnell. In den ersten Tagen nach der OP muss man besonders vorsichtig sein, um die Transplantate nicht zu beschädigen. Nach drei Tagen kann man die Haare wieder waschen. Dank moderner Betäubungsmittel tritt meistens keine Stirnschwellung auf. Innerhalb einer Woche fallen die kleinen Krusten wieder ab. Die eingesetzten Haare gehen in die telogene Phase über und fallen innerhalb der ersten 2 Wochen aus. Nach 3 Monaten fangen die neuen Haare an, zu wachsen. Die meisten Patienten brauchen ca. 1 ß2 Wochen, um sich völlig nach der OP zu erholen und ihrer beruflichen Tätigkeit normal nachzugehen. Nach Ablauf der ersten Woche kann man wieder Sport treiben. Nach dem Transplantationseingriff mit der FUE-Methode ist es nicht notwendig, zu einer Kontrolluntersuchung in die Klinik zu kommen. Es müssen auch keine Nähte gezogen werden.
Vorteile der fue-methode
- unsichtbare Narben an der Entnahmestelle
- sehr kurzer Haarschnitt nach der Behandlung möglich
- geeignet für Menschen mit Neigung zur ausgedehnten und breiten Narben
- geeignet Korrekturen der Kopfhautnarben
- kurze Erholungszeit nach dem Eingriff
- Kontrolluntersuchung nach dem Eingriff nicht nötig
Nachteile der fue-methode
- der Eingriff ist zeitaufwändig
- hohe Kosten
- für Patienten mit sehr lockigen Haaren nicht geeignet

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